Karavans berühmtestes, frühestes Projekt,
das Negev Monument aus dem Jahre 1963 bis 1968, liegt auf einer Anhöhe
in der Nähe der Wüstenstadt Beer-Sheba. Es ist ein Friedensmonument
für die Soldaten der Palmbach-Brigade, die 1947 die ägyptische
Offensive im Negev aufhielt. Das Skulpturendorf, das sich auf einer Fläche
von 100 mal 100 Metern auf dem Hügel ausbreitet, besteht aus Beton,
Wüstenakatzien,Windorgeln, Wind und Wasser. Der große sandfarbene
Architekturkomplex wirkt mit seiner Formvielfalt aus Rampen, Kuppeln, dünenähnlichen
Gebilden, Halbkugeln, Flügelformen, gekrümmten Gängen mit
Lichtspalten und einem Säulenturm wie eine futuristische Burganlage.
Die rauhen Betonwände tragen Inschriften auf hebräisch: Botschaften
aus dem alten Testament. Wenn der Wüstenwind die Windorgeln zum Klingen
bringt, liegt ein rauhes, fast drohendes Geräusch in der Luft.
Haberlik, Christina in: tain
4/98, "RAUM ALS SKULPTUR - Der Bildhauer Dani Karavan"
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