|
Joseph Beuys 1921-1986Joseph Beuys 1921-1986
_
Joseph Beuys 1921-1986Joseph Beuys 1921-1986
Beuys
In einem Gespräch, das Joseph Beuys im Oktober 1985 in Basel mit Enzo Cucchi, Anselm Kiefer und Jannis Kounellis führte, erläuterte er unter anderem noch einmal seine plastische Theorie, wie er sie seit den sechziger Jahren wiederholt vorgebracht hatte:

"Ich habe versucht, den Begriff Plastik in drei simple Dinge aufzuteilen. Aber das begrenzt sich nur auf physisch sichtbare Gegenstände. Dasselbe gilt auch für die unsichtbaren Plastiken. Eine unbestimmte Energie wird über das Moment der Bewegung in eine bestimmte Form gebracht, das ist ein Prozeß. Es ist ein einfaches Gesetz: Ich greife in ein bestimmtes Material, Fett oder Ton, und durch eine bestimmte Bewegung bringe ich das in eine Form.
Es ist auch wichtig, daß man diese Form in eine unbestimmte Form zurückführen kann. Unter Umständen versperrt mir der Gegenstand im nächsten Jahrhundert die Landschaft..."

Drei Aspekte erscheinen wesentlich: die begriffliche Abfolge von Energie bzw. Material über Bewegung zur Form; die Unterscheidung von sichtbaren und unsichtbaren Plastiken; die Überlegung, die bestimmte Form (einer Plastik) wieder in eine unbestimmte Form (ihres Materials) zurückzuführen, um nicht das Erbe späterer Generationen zu belasten.

Beuys und Lehmbruck --- plastisches Prinzip --- Materie --- Plastik und Bildhauerei --- Definition Plastik --- Denken als plastisches Vermögen

HOME
_
LEBEN
DENKEN
PLASTIK
ZEICHNUNG
ANDERES
BILDER
Michaela Gerum 1998